Am 11. März 2026 fand die 59. Jahreshauptversammlung des Judo Landesverbandes Vorarlberg statt. Als Veranstaltungsort erwies sich die Metzgerei Hotel Café Schatz in Hohenems als ideale Location mit stilvollem Ambiente und bot einen würdigen Rahmen für die Versammlung. Parallel dazu wurde auch die Vollversammlung der Vorarlberger Danträger abgehalten.
Präsident Lukas Fleisch eröffnete offiziell die Versammlung und begrüßte die zahlreich erschienen Gäste. Nach der Feststellung der Stimmberechtigung sowie der anwesenden Dan-Träger durch den Technischen Direktor Michael Greiter wurden die Punkte der Tagesordnung Schritt für Schritt abgearbeitet.
Zu Beginn gedachte die Versammlung in einer Trauerminute zweier verstorbener Persönlichkeiten aus dem Umfeld des Judosports: dem Bruder der Olympiastarterin Lubjana Piovesana sowie Robert Lutz.
Ein zentraler Punkt der Jahreshauptversammlung war der sportliche Rückblick auf das erfolgreiche Jahr 2025, in dem zahlreiche Athletinnen und Athleten aus Vorarlberg beachtliche Ergebnisse auf nationaler und internationaler Ebene erzielen konnten. Ein besonderer Dank galt dabei auch den seit 2024 in Vorarlberg tätigen Landestrainer Felicián Öri, der maßgeblich zur sportlichen Entwicklung beigetragen hat.
Österreichische Meisterschaften und internationale Erfolge 2025:
- Österreichische Einzelmeisterschaft U21 in Deutschlandsberg
- 1. Platz: Matteo Gruber (UJC Dornbirn, -60 kg)
- Österreichische Meisterschaft U23 in Schwaz
- 1. Platz: Amina Abdulagatova (UJC Dornbirn, -70 kg)
- Österreichische Meisterschaft U18 in Schwaz
- 2. Platz: Philipp Burtscher (JC Montafon, -60 kg)
- Österreichische Meisterschaft U16 in Deutschlandsberg
- 3. Platz: Edis Subasic (UJC Dornbirn, -55 kg)
Ein besonderer Höhepunkt im Jahr 2025 war die Österreichische Staatsmeisterschaft, die in Vorarlberg in der Sporthalle Reichenfeld in Feldkirch ausgetragen wurde. Auch hier konnten Vorarlberger Judoka starke Leistungen zeigen:
- 2. Platz: Anna-Lena Schuchter (LZ Vorarlberg, -78 kg)
- 3. Platz: Khangerel Batkhuyag (UJC Dornbirn, +100 kg)
Auf internationaler Ebene gab es herausragende Resultate:
- Grand Slam Baku (Aserbaidschan) – 3. Platz: Lubjana Piovesana (-63 kg)
- Europameisterschaft Podgorica (Montenegro) – 5. Platz: Lubjana Piovesana (-63 kg)
- Grand Slam Dushanbe (Tadschikistan) – 3. Platz: Lubjana Piovesana (-63 kg)
- Grand Slam Abu Dhabi – 7. Platz: Lubjana Piovesana (-63 kg)
- European Open Ljubljana – 5. Platz: Laurin Böhler (-100 kg)
- European Open Benidorm – 5. Platz: Laurin Böhler (-100 kg)
Neben den Berichten der Funktionäre sowie der Entlastung des Vorstandes stand insbesondere Laurin Böhler im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung. In Würdigung seiner außergewöhnlichen Leistungen wurde seine beeindruckende Karriere hervorgehoben. Nach 12 Jahren im internationalen Judo-Spitzensport beendet Böhler seine aktive Laufbahn im internationalen Wettkampfsport.
Gleichzeitig bleibt er dem Judosport in Vorarlberg weiterhin eng verbunden und engagiert sich intensiv für die Förderung des Nachwuchs-Leistungssports. Ein zentrales Projekt für die Zukunft ist der Aufbau einer Bundesliga-Mannschaft, die jungen Vorarlberger Judoka die Möglichkeit bieten soll, wertvolle Wettkampferfahrung im Team gegen hochkarätige nationale und internationale Gegner zu sammeln.
Auch Mag. Sebastian Manhart (Geschäftsführer Olympiazentrum Vorarlberg) würdigte in seiner Ansprache den außergewöhnlichen sportlichen Weg von Laurin Böhler und bedankte sich für dessen Engagement. Gleichzeitig betonte er die Perspektiven für den Nachwuchs: Wenn die aktuell rund zehnjährigen Sportlerinnen und Sportler konsequent trainieren und den Weg des Leistungssports einschlagen, besteht durchaus die Chance, bei den Olympischen Spielen 2040, die voraussichtlich in Deutschland stattfinden werden, vertreten zu sein.
Ein weiterer erfreulicher Punkt war die Auszeichnung von Lubjana „Lulu“ Piovesana, die im November 2025 mit dem Judo Austria Award als beste weibliche Judoka Österreichs des Jahres 2025 geehrt wurde.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit für den Judosport in Vorarlberg sorgte außerdem ein Videoprojekt mit dem bekannten Vorarlberger Influencer „Dr Wäldar“ Simon Bischof. Im August 2025 wurde gemeinsam mit Judo Vorarlberg ein Videodreh umgesetzt, der insbesondere neue Anfängerinnen und Anfänger für die Vereine ansprechen sollte. Die Videos wurden Anfang September veröffentlicht und erreichten bis zum 24. September rund 14.400 Aufrufe auf Instagram, was auf eine sehr positive Resonanz und großes Interesse am Judosport schließen lässt.
Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Präsident Lukas Fleisch herzlich bei allen Vorstandsmitgliedern, Vereinsobleuten und Funktionären für ihre engagierte Arbeit. Ein besonderer Dank galt auch Felix Günther, der kürzlich das Amt des Obmanns beim UJC Hohenems übernommen hat, sowie allen Personen und Unterstützern, die den Judosport in Vorarlberg tatkräftig fördern.
















Fotos: Makovinyi Dorottya JLVV



